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seelsorgepraxis archiv

Seelischer Schmerz

Von Heinrich Floreck

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Ein Beispiel:

Eine Frau erzählte mir, dass sie als Kind einen schrecklichen Streit ihrer Eltern miterlebt hat. Der Vater schickte seine drei Töchter (8, 6 und 4 Jahre) aus dem Zimmer. Der große Streit  ging weiter. Die Mädchen lauschten an der Tür. Der Grund des Streites war, dass die Mutter das vierte Kind erwartete. Der Vater schrie, dass schon die Jüngste, Evelyn*, nicht auf die Welt kommen sollte. Das traf Evelyn mitten ins Herz. Sie wusste, sie war nicht gewollt und

deshalb ungeliebt. Sie starb innerlich, wurde hochgradig introvertiert und unfähig, ein eigenes Leben aufzubauen. Kein Arzt konnte ihr helfen. Sie ist heute über 40 Jahre alt und lebt seit vielen Jahren in einer geschlossenen Psychiatrie. Nur anhaltende Seelsorge und innere

Heilung können hier helfen. Seelischer Schmerz kann zu einer Wurzel der Bitterkeit wachsen und unkontrollierte Früchte hervorbringen, die sich auf Beziehungen und Persönlichkeit

auswirken und zu körperlichen Krankheiten führen können. Es nützt nichts, nur das Unkraut der Bitterkeit abzureißen, denn es wächst ständig nach. Nur wenn wir auch die Wurzel ziehen lassen, können wir frei von Bitterkeit werden. Jeder, der sich einmal einer Wurzelbehandlung beim Zahnarzt unterziehen musste, stimmt mir zu, dass es sich dabei um eine der   schmerzhaftesten zahnärztlichen Behandlungen überhaupt handelt. Obwohl die seelische

Wurzelbehandlung ebenso wie die physische keine schmerzfreie Angelegenheit ist, so ist sie doch die einzige, die uns zur Heilung verhilft. Und wie sieht nun die Behandlung aus? Nachdem die Ursache für den seelischen Schmerz gefunden wurde, ist es bedeutsam, sich

damit im Detail auseinanderzusetzen (die dunklen Bereiche mit dem Licht Gottes  auszuleuchten und sie genau anzuschauen). Dies geschieht im Gebet oder je nach Situation mit einer Person des Vertrauens (Seelsorger). Sich diesen Ängsten zu stellen, ist  Voraussetzung für eine Heilung. Oft folgt dann der Teil der Vergebung. Dieser Teil kann unterschiedlich lange dauern. Man kann ihn auch mit dem Reinigen der Wunde vergleichen. Unter Gebet wird anschließend die Wunde geschlossen und mit dem Heiligen Geist versiegelt (nach Epheser 4, 30). Wenn Sie an seelischem Schmerz leiden, seien Sie mutig und wagen Sie den Schritt, Gott einzuladen, um Sie zu heilen.

 

Ihr Heinrich Floreck

*Name geändert

Die Fesseln der Sünde durchbrechen

Römer 7 und 8


Von Heinrich Floreck

Viele Christen sind an mancherlei Sün­de gebunden und kommen aus eigener Kraft nicht davon los. Selbst große ei­gene Anstrengungen bringen keinen bleibenden Sieg. Sie sind traurig da­rüber, tun Buße und fühlen sich schul­dig und zum Teil verdammungswürdig vor Gott. Ich stehe im 40. Jahr meiner vollamtlichen von Gott berufenen Ar­beit als Leiter in der Mission und seit über 30 Jahren im vollamtlichen seel­sorgerlichen Befreiungsdienst. Allein in Deutschland habe ich über eintausend Christen dienen dürfen, die Freiheit von seelischer und geistlicher Gebundenheit erfahren durften wie auch körperliche Heilung. Und dennoch fallen einige von ihnen teilweise in alte Sünden und Ver­haltensweisen zurück. Wie kommt das?

Apostel Paulus schreibt in Römer Kapi­tel 7, 24: „Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?“ Und in den Versen 18 und 19: „Denn ich weiß, dass in meinem Fleisch nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht ... sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich!“ Im Vers 23: „... ich sehe ein Gesetz in mir, das wider­streitet dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde in meinen Gliedern!“

Nun führt der Heilige Geist den ver­zagten Apostel Paulus zu einem ande­ren Gesetz!

In Römer Kapitel 8 heißt es: „Das Gesetz des Geistes, das lebendig macht in Chri­stus Jesus hat mich (dich) frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes!“ Hier ist die wahre Lösung! Es gibt also ZWEI Gesetze: 1. Das Gesetz der Sünde und des Todes und 2. das Ge­setz des Geistes des Lebens in Christus Jesus. Nur dieses Gesetz macht wirklich frei.

Ein Beispiel: Wir kennen alle das Gesetz der Schwerkraft. Ich kann durch eige­ne Kraft dieses Gesetz durchbrechen, in dem ich z.B. eine Flasche Wasser ausge­streckt in der Hand halte. Aber wie lan­ge halte ich es durch? Irgendwann fällt sie mir aus der Hand und das Gesetz der Schwerkraft hat letztlich gesiegt. So ist es mit der Sünde, wenn wir sie aus ei­gener Kraft überwinden und Gottes Ge­bote aus eigener Kraft erfüllen wollen. Bei vielen vermischt sich das Geistliche mit dem Seelischen. Der Heilige Geist wohnt in unserem Geist und hat uns die Kraft gegeben, die Sünde zu überwin­den. Aber wenn wir den Geist Gottes nicht in unserem Leben regieren lassen und ihn nicht ungehindert in uns wir­ken lassen (siehe 1. Thess. 5,19), dann kämpfen wir mit fleischlichen Mitteln anstatt mit geistlichen. Das Schwert des Wortes Gottes durchtrennt Seelisches und Geistliches (Hebräer 4,12). Nur der Heilige Geist kann uns zeigen, was See­lenleben und was Geistleben ist. Komm zu Jesus und bitte ihn im Gebet um den Beistand des Heiligen Geistes. Lass Dich von Ihm zum Gesetz des Lebens führen und damit zum Sieg über die Sünde. Kämpfe nicht länger allein. Das Gesetz des Lebens muss das Gesetz der Sün­de vollständig (und nicht nur teilweise) ersetzen. Möge der Herr Dir Gelingen schenken.

Heinrich Floreck

Ein Ende des langen Leidens

Von Pastor Daniel Ondieki

Sie war entschlossen, die 12 Jahre ihres langen Leidens zu einem Ende zu bringen. Und sie schaffte es.

Markus 5 Vers 25 – 34: Und es war eine Frau, die zwölf Jahre einen Blutfluss hatte und vieles erleiden musste durch sämtliche Ärzte und alle ihre Habe aufgewendet hatte und keinen Nutzen davon gehabt hatte; es war vielmehr schlimmer mit ihr geworden. Als sie von Jesus gehört hatte, kam sie in der Volksmenge von hinten und rührte sein Gewand an; denn sie sagte: Wenn ich nur sein Gewand anrühre, werde ich geheilt werden. Und sogleich vertrocknete die Quelle ihres Blutes, und sie merkte am Leib, dass sie von der Plage geheilt war. Und sogleich erkannte Jesus in sich selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, wandte sich um in der Volksmenge und sprach: Wer hat mein Gewand angerührt? 

Und er blickte umher, um die zu sehen, die dies getan hatte. Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, da sie wusste, was ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Er aber sprach zu ihr: „Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage!“

Mit diesen Schritten erzielte die Frau ihre Erfolge:

·      Sie war so verzweifelt, dass sie ihren schmerzhaften Zustand unbedingt verändern wollte. In anderen Worten, sie sagte sich: „Genug ist genug!“

·      Sie hatte alle menschlichen Möglichkeiten versucht und anscheinend haben keine davon ihr das gegeben, was sie brauchte.

·      Sie hatte alles, was sie hatte, für Medikamente und die Ärzte, die sie behandelt hatten, ausgegeben.

·      Sie hörte von Dr. Jesus Christus, den Arzt der Ärzte, und kam zu einem Seiner Zusammenkünfte, was zu einem Wendepunkt in ihrem Leben wurde.

·      Sie war entschlossen, in diesem Treffen Jesus anzurühren mit der „Berührung des Glaubens“ -  im Gegensatz zu vielen, die Ihn nur mit einer „natürlichen“ Berührung anrührten und um sich bei Ihm einfach gut zu fühlen.

·      Sie war strategisch in der Vorgehensweise, wie sie Ihn anrühren würde. Sie plante die Prozedur sehr vorsichtig und sorgfältig inmitten des Widerstands um sie her

·      Sie wandte ihren Glauben an und handelte danach.

·      Als sie ihren Glauben mit Taten mischte, erhielt sie ihre sofortige Heilung, da Jesus fühlte, wie Heilungskraft aus Ihm heraus floss.

·      Sie wusste um ihre Heilung, da der Blutfluss gestoppt hatte.

·      Sie gab ein vollständiges Bekenntnis ab von ihrer Heilung

Ihr Glaube, ihre Taten und Entschlossenheit waren Hauptfaktoren für die Beendigung der 12 Jahre des Leidens. Du kannst Gott ebenso vertrauen, dass Er ein Wunder für Dich tut, wenn du diese Schritte und Prinzipien in Deiner Situation anwendest.

Die vier Prinzipien, die sie anwendete, um ihren Durchbruch zu erlangen:

  • Sie sagte es
  • Sie tat es
  • Sie empfing es
  • Sie erzählte (verkündete) es.

Sei ermutigt und entschlossen, Deinem Leiden ein Ende zu bereiten. Lerne aus dem Wort Gottes und empfange, was Du brauchst.  Gott segne Dich!

 

Pastor Daniel Ondieki (Zweigstellenleiter von LOGOS in Bonn)

 

Die Angst vor Veränderungen 

      und der Verlust unserer Sicherheit

Wir alle haben Angst vor Veränderungen. Der Mensch ist nach dem Sündenfall ein Wesen, das auf Sicherheit aus ist in einer unsicheren Welt. Die Sünde tobt mit seiner Zerstörungswut. Der Satan pervertiert die von Gott gegebenen und geschaffenen Dinge. Aus Liebe wird Sexsucht, aus Vergnügen wird Ausschweifung, die von Gott geschaffene Erde bebt und bringt den Tod, die Meere bringen Tsunami, die Winde bringen Taifune, die Sonne bringt Ozonloch und verursacht Hautkrebs. Liebe Menschen um uns herum bekommen Krebs. Was gibt uns denn noch Sicherheit und Halt in diesem Erdenleben?

 

Ja, wir haben den Glauben und als Christ sind wir Gottes Kinder und hören Seine Stimme.

Dennoch macht das Leid auch nicht vor uns Christen Halt. Das Reich Gottes ist angebrochen,

aber noch nicht vollständig und komplett. Und so neigen wir Menschen dazu, die Kontrolle

über unser Leben zu erlangen. Denn wir denken, dass wir dann Frieden haben und

entspannen können. Doch je mehr wir uns abmühen, umso frustrierter werden wir. Die Gefahr

besteht, dass wir unsere Sicherheiten in Umständen finden, statt in Gott. Und wenn dann

schockierende Veränderungen in unserem Leben geschehen, vermuten wir oft den Feind

dahinter. Doch auch wenn es so wäre, hätte der Herr sie immer noch zugelassen. Unsere

Herausforderung ist und bleibt, an Christus festzuhalten, in IHM unsere einzige Sicherheit

zu sehen und seine ganze Vielfalt in uns ausbreiten zu lassen. Gott lehrt uns in diesem

Leben, dass wir uns auf nichts als auf ihn verlassen sollen. Veränderungen sind schmerzhaft.

 

Veränderungen sind verbunden mit Ungewissheit und Angst vor der Zukunft. Veränderungen

sind wie im Nebel auf einer engen, hohen Brücke zu laufen. Veränderungen bedeuten

Loslassen. All das wollen wir nicht. Wir wollen das Gewohnte, auch wenn wir wissen,

dass es nicht gut für uns ist. Aber zumindest wissen wir dann, woran wir sind und was

wir haben. Wer sagt uns denn, dass es nicht schlimmer wird als bisher, wenn wir die

Veränderung zulassen?

 

Die Bibel sagt uns in Galater 5, 17: „Denn selbstsüchtig wie wir sind, wollen wir immer

das Gegenteil von dem, was Gottes Geist will.“ Der Herr lädt Sie heute ein, das Boot

der Sicherheit zu verlassen und auf dem Wasser zu gehen. Wagen Sie den Schritt mit

Jesus. Vertrauen Sie Ihm Ihre Zukunft an. Er fordert Sie heraus, Ihr Vertrauen nicht

wegzuwerfen, welches eine große Belohnung hat (Hebräer 10, 35). Die ersten Schritte

werden Ihnen vielleicht den Atem nehmen, aber dann werden Sie sehen, wie sich der

Nebel hebt, werden Sie spüren, wie Gottes Hand sie hält, werden Sie den Boden unter

den Füßen merken, der Ihnen Halt gibt und am Ende des Weges wird der Herr Ihnen

diese erwähnte„Belohnung“ geben. Sie werden in Sein Bild verändert, geläutert, stärker,

mutiger als zuvor. Dies gilt übrigens auch für Veränderungen, die ohne unsere Entscheidung

geschehen. Der Verlust eines lieben Menschen, der Verlust der Arbeitsstelle, der Verlust

der Gesundheit, der Finanzen, der Anerkennung und Wertschätzung. Für all die Verluste

möchte Jesus stellvertretend Ihre Sicherheit sein. Lassen Sie sich darauf ein? Sie werden

es nicht bereuen. Geben Sie sich ganz und gar in die Hände von Jesus. Das wird Ihre

Sicherheit sein. 

Ihr Heinrich Floreck

 

Archiv 2014