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seelsorgepraxis aktuell

Wenn das Problem sich bildlich gesprochen auf der linken Seite befinden würde und die Hilfe auf der rechten Seite, dann kannst Du nur in eine von beiden Richtungen schauen. Ein Geheimnis des Gebets in Vollmacht ist es, zum Problem zu sprechen. In Markus 11 Vers 23 lesen wir: „Wahrlich ich sage euch, wer zu diesem Berg sagt: Hebe dich weg und stürze ins Meer, nd nicht zweifelt in seinem Herzen, sondern glaubt, dass, was er spricht, geschieht, dem wird es zu teil werden.“

 

Hast Du schon mal zu Deinem Problem gesprochen? Sicherlich hast Du hunderte Male ÜBER Dein Problem gesprochen. Vielleicht sogar mit mehreren Menschen. Aber hast Du Deinem Problem schon einmal gesagt, es soll sich hinfort heben? Es bedarf große Zuversicht, solch einen Glaubensakt auszuüben. Aber es wird sich lohnen. Denn in Hebräer 10 Vers 35 heißt es: „Werft Eure Zuversicht nicht weg, die großen Lohn mit sich bringt“. Es würde dort nicht explizit in der Bibel stehen, wenn wir nicht dazu neigen würden, unsere Zuversicht wegzuschmeißen. Was ist Zuversicht eigentlich? Laut Duden bedeutet „Zuversicht“: „Ein festes Vertrauen auf eine positive Entwicklung in der Zukunft, auf die Erfüllung bestimmter Wünsche und Hoffnungen“. Ich möchte Dich heute ermutigen, einen Blickwechsel vom Problem hin zur Hilfe zu vollziehen. Ermutigen, zum Problem zu sprechen, statt über das Problem zu sprechen und eine Haltung voller großer Zuversicht und positiver Erwartung  einzunehmen.

Der Heilige Geist leitet Dich dabei, wenn Du ihn darum bittest. Seid gesegnet,

 

Eure

Claudia Black

 

 

Die Lügen des Feindes

Von Missionsleiter Heinrich Floreck

 

Das Böse hat überall Einfluss. Jeden Tag werden wir mit Schreckensnachrichten über die Medien informiert und daran erinnert, dass das Böse Fuß fasst, wo immer wir uns umschauen: in unseren Familien, in unserer Stadt, ja weltweit. Das Böse findet seine Wurzel in der Sünde, die verführt, verdreht, verschleiert, pervertiert. „Warum hat das Gute nicht so viel Einfluss und Wirkung wie das Böse?“, fragen wir uns manchmal. „Warum sind wir Christen scheinbar so schwach? Warum bewirkt mein Gebet nichts?“, hast Du vielleicht auch schon einmal so gedacht? Dann bist Du nicht allein. Viele Christen denken so, wagen aber nicht, es auszusprechen.

 

Ein Satanist kam zum Glauben an Jesus und erzählte Folgendes: Er hatte die Macht, seine Seele von seinem Körper zu trennen. So wanderte seine Seele umher und besuchte auch einige Wohnungen und Häuser von fremden Menschen. Mauern und Türen waren keine Hindernisse. Doch bei einigen dieser Wohnungen funktionierte dies nicht, er konnte nicht durch die Mauern durchdringen, weil diese Wohnungen für ihn „zu hell“ waren. Später stellte sich heraus, dass dies Wohnungen von Christen waren.

 

Seien wir uns stärker bewusst, welche Mächte wo herrschen. Seien wir uns unserer eigenen Macht als Christ bewusst. Gebet ist eine Macht, die von den meisten Christen unterschätzt wird. Die Lüge des Feindes, dass unser Gebet nicht wirkt, ist eine der häufigsten Lügen. Christen sind scheinbar schwach? Aber auch nur scheinbar! Aber seit wann lassen wir uns von dem „scheinbar“ lenken? Was geschieht denn hinter dem Schein? Was geschieht in der übernatürlichen Welt, wenn Christen beten? Geistliche Kämpfe finden statt, Machtstrukturen werden erschüttert. Wenn wir das im Blick haben, würden wir nicht so schnell aufgeben, wenn sich nach einem Gebet nicht gleich etwas verändert. Ist es nicht eigenartig, dass viele Christen den Lügen des Feindes erschreckend schnell Glauben schenken, während sie Schwierigkeiten haben, Gott zu glauben? Das ist unsere sündige Natur. Das Fleisch (die Seele) kämpft ständig gegen den Geist an. Im Geist ist die Wahrheit. Unser Gebet sollte daher sein: „Herr, offenbare mir Deine Wahrheiten.“ Das Reich Gottes ist vergleichbar mit einem Senfkorn. Hast Du schon mal ein Senfkorn in der Hand gehabt? Es ist winzig. Viele Christen sehen sich als winzig – ihren Einfluss, ihren Glauben, ihre Gebetskraft. Das Gute ist scheinbar so winzig wie ein Senfkorn im Vergleich zu dem Bösen. Aber WENN dieser winzige Same erst einmal aufgeht und wächst – und das geschieht, wenn wir der Wahrheit Glaube schenken – dann wird er zu einer großen Pflanze. Ja, sogar zu einem großen Baum, in dem die Vögel nisten können (Markus 4, 30 - 32). Lass Dich nicht täuschen. Von dem kleinsten Gebet kann die größte Macht ausgehen, wenn der Glaube „aufgeht“.

 

Euer

Heinrich Floreck

LOSLASSEN-Warum das uns so schwer fällt.

Von Claudia Black (seelsorgerliche Beraterin, LOGOS-Vorstand)

 

Ihr sollt euer altes Leben wie alte Kleider ablegen. Folgt nicht mehr euren Leidenschaften, die euch in die Irre führen und euch zerstören. Gottes Geist will euch durch und durch erneuern (Epheser 4, 22 + 23).

 

 

Wie schön wäre es, die zerstörerischen Dinge in unserem Leben, die uns belasten und nicht weiterbringen, einfach ablegen zu können wie alte Kleider. Nichts anderes aber besagt das oben erwähnte Wort Gottes. Welche zerstörerischen Dinge sind hier gemeint? Schlechte Gewohnheiten und krankhafte Verhaltensmuster bis hin zur Sucht, zerstörerische Beziehungen, Schuldgefühle und verletzende Gefühle, negative Erfahrungen, Trennungsschmerz und jegliche Form von Angst, ja auch die übertriebene Form von Trauer um einen Verstorbenen.

 

Loslassen ist die Lösung. Aber Loslassen ist nicht leicht. Was ist, wenn Du merkst, dass Du so nicht mehr weiterleben möchtest und kannst. Doch auch das Loslassen schaffst Du nicht aus eigener Kraft. An diesem Punkt der Erkenntnis angekommen, bist Du schon weiter als viele andere. Versuche, Dir klarzumachen, dass festhalten Dir schadet und Dich weiter entfernt von einem befreiten „Leben im Überfluss“ (Johannes 10,10). Warum aber fällt das Loslassen so schwer? Vielleicht weil wir Angst haben, die Kontrolle zu verlieren? Weil wir Menschen sind, die immer alles richtig machen wollen? Weil wir Angst haben vor dem Ungewissen? Weil wir uns fragen: Wird es besser oder schlechter? Damit drücken wir Zweifel aus. Und Unglaube. Sowohl Zweifel und Unglaube haben das Volk Israel davon abgehalten, das verheißene Land einzunehmen.

 

Mut, Vertrauen und Glaube bringen Dich voran. Hilfreiche Einstellungen, um loslassen zu können, sind Folgende: Der Prozess des Loslassens beginnt im Kopf. Dein Wille ist tatsächlich der erste Schritt. Akzeptiere, dass die Dinge nicht immer so laufen, wie Du es gerne hättest. Du darfst Fehler machen, nicht alles muss perfekt sein. Akzeptiere auch, dass es Ungerechtigkeit gibt. Verstehe, dass Du die Macht hast, Deine Gefühle zu beeinflussen, indem Du Gott bittest, Dein Denken zu erneuern (Römer 12,2). Deine Gefühle entstehen durch Deine Gedanken. Und Schlussendlich: Überprüfe, ob Deine Ängste realistisch sind, begründet sind oder übertrieben sind. Achtung: Beim Loslassen fühlst Du Dich zunächst schlecht. Du verlierst etwas, eine Lücke entsteht, Ersatz ist noch nicht in Sicht. Das macht Angst. Diese Angst ist aber unbegründet. Denn die Alternative ist Verbitterung, Groll, Ärger, Hass, Selbstzweifel, Panik, Depression, psychosomatische Beschwerden und weitere Ängste. Das Loslassen ist ein Prozess. Am Ende warten Freiheit, Erleichterung, neue Energie und Lebensfreude, neue Kräfte. Auch in diesem Prozess ist Jesus Dein Hirte, der sagt „Dir wird nichts mangeln“. Achte auf die Zeitform. In Psalm 23 steht nicht „dir mangelt nichts“, sondern die Zukunftsform. Übergib Deinem Hirten die Führung Deines Lebens. Und am Ende spricht der Herr Dir noch ein Versprechen zu: „Ich lasse Dich nicht fallen und verlasse Dich nicht“ (Josua 1,5). Hab den Mut für den ersten Schritt in Deinem Erneuerungsprozess.

Gott segne Dich.

 

 

Claudia Black 

  

Eingeschränktes Denken sprengen

Von Heinrich Floreck (Missionsleiter von LOGOS)

 

Christus kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er Vollmacht, Kinder Gottes zu werden, die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind (Joh. 1, 11-13).

 

Wir erleben gerade die Advents- und Weihnachtszeit. Das Geheimnis der Fleischwerdung Christi (Inkarnation), nach der Überschattung (Befruchtung) des Heiligen Geistes des Leibes der Jungfrau Maria, ist menschlich gesehen unbegreiflich!  

Die meisten Menschen auf dieser Welt, einschließlich vieler Christen und sogar einiger Pastoren, können diese Wahrheit Gottes nicht glauben. Es sind jene Menschen, die versuchen, mit aller Kraft Gott zu erklären. Gott nur mit dem Verstand zu begreifen, schränkt unsere Glaubensfähigkeit in. Die Bibel fordert uns heraus, Gott mit dem Verstand, mit dem Willen, mit ganzem Herzen und mit aller Kraft zu lieben (Lukas 10,17). Kurz gesagt: Mit Seele, Geist und Körper. Das beinhaltet auch die Gefühle, die uns menschlich gesehen täuschen können, wenn wir sie nicht in die richtigen Bahnen lenken. Mit unseren Sinnen und unserem Körper (mit Händen, Füßen und Augen, die den Blick auf die richtigen Dinge lenken), mit unserem Willen und unserem Geist. Eben  ganzheitlich. Uneingeschränkt der Bibel, dem Wort Gottes zu glauben, auch wenn ich nicht alles verstehe, bedeutet, es hinzunehmen, dass mir nicht alle Dinge ausgelegt sind und dass meine menschliche Sicht eingeschränkt ist. Unerklärliches stehen zu lassen, bedeutet, sich zu entscheiden, dass es weitaus mehr gibt, als wir mit unserem Verstand begreifen können.

 

Gott nennt sich Elohim (nach 1. Mose 1,1 im hebräischen Urtext), um seine Pluralität auszudrücken. Er ist der Gott des Universums, der Schöpfer aller unsichtbaren und sichtbaren Dinge – Engelsscharen, unzähliger Galaxien mit Abermilliarden von Sternen sowie Himmel und Erde. ER hat die Erde auf eine so schmale Umlaufbahn gesetzt, dass wir bereits bei der geringen Abweichung von drei Millimetern auf eine Strecke von 160

Kilometern entweder erfrieren oder verbrennen würden. Wenn sich nur eine Komponente der Erdanziehungskräfte verändern sollte, würde alles Leben vernichtet sein. Wissenschaftler haben zugegeben, dass selbst alle Computer der Erde nicht die Wahrscheinlichkeit berechnen könnten, mit der all dies nur „durch Zufall“ entstanden ist.* Und dieser Gott zeigt sich in seiner unendlich großen Liebe und wird Mensch, um uns zu erretten. Seine Gedanken sind höher als unsere Gedanken (Jesaja 55, 8). Wenn wir wüssten, was in der unsichtbaren Welt um uns herum gerade geschieht, dann käme unser eingeschränktes Denken zum Stillstand. Und doch ist Gott und sein Wort nicht kompliziert. Er offenbart

sich auch den Unmündigen und ungebildeten, einfachen Leuten. Die Engel erschienen zuerst den Hirten, der untersten Arbeiterschicht. Entscheiden wir uns doch in dieser Weihnachtszeit ganz neu, den Glauben zu haben wie ein Kind (Matth. 18,3), das zweifelsohne die Worte seines Vaters, als wahr annimmt.

Gesegnete Weihnachten wünscht Euch

Euer Heinrich Floreck

 

* Aus „Ein festes Fundament in 50 Tagen“ von Rick Joyner

 

 

Der breite und der schmale Weg

Von Heinrich Floreck (Missionsleiter von LOGOS)

 

Kompromissloser Glaube in der Endzeit

Jesus Christus spricht: „Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführet; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führet; und wenige sind ihrer, die ihn finden“ (Matthäus 7, 13 + 14). Allein im vergangenen Jahr haben geschulte Mitarbeiter der LOGOS-Mission 752 Einzelseelsorgegespräche durchgeführt. Ich bin froh, dass wir vielen Menschen helfen konnten. Mit Besorgnis muss ich aber auch feststellen, dass viele Christen nicht nach den geistlichen Grundlagen der Bibel leben und das Gebet vernachlässigen. 

 

Doch „mit dem Strom“ zu schwimmen und geistlich lau zu werden, den bequemen Weg zu wählen, das können wir uns als Christen in der Endzeit nicht leisten. Denn um uns herum tobt ein ständiger geistlicher Kampf. Der Feind Gottes, Satan, und seine ganze Armee stehlen, töten und zerstören wie Terroristen. Satans Ziel ist es, den ganzen Erdkreis zu verführen (Offenbarung 12,9). Wir haben nur ein Leben und dürfen nicht leichtsinnig damit umgehen. Viele, sehr viele Menschen befinden sich auf dem Weg der Verdammnis. Sie sind verführt durch den Feind, folgen und gehorchen ihm. Als die Rockband „Eagle of Death Metal“ unter Leitung des Satanisten Jesse Hughes am 13. November 2015 in der Pariser Konzerthalle Bataclan das Lied „Küss den Satan“ spielte, sangen alle in der überfüllten Halle mit. Noch während die Zeilen gesungen wurden „Ich werde den Teufel lieben, ich werde seine Zunge küssen“, antwortete dieser mit Tod und Zerstörung. Die Terroristen schossen mit den Kalaschnikows über 113 Anwesende tot. Viele andere wurden verletzt. Wer glaubt, dass diese Seelen, so bedauerlich es auch ist, von „Priestern“ mit Weihwasser besprengt, in den Himmel springen, irrt gewaltig!

 

Wir biblische Christen sollten unseren Glauben kompromisslos leben. Denn es ist nahe gekommen das Ende aller Dinge (1. Petrus 4,7). Am Ende zählt nicht, wie viele Diplome, Schulabschlüsse, Urkunden und Aktien wir besitzen, und auch nicht, wie viele Dienste wir für Jesus getan haben, wie viele Predigten wir gehalten haben, Kranke geheilt, oder prophetische Worte gesprochen haben. Das allein zählt, ist unser Handeln. Die auf dem schmalen Weg tun den Willen Gottes (Matthäus 7,21). Die auf dem breiten Weg tun, was sie für Gottes Willen halten, handeln nach eigenem Willen oder dem Willen anderer Menschen. Lasst uns an Christus festhalten, der von sich sagt, dass er selbst der Weg zum Vater ist. Lasst uns auf Seinem Weg gehen, der manchmal beschwerlich ist und von den meisten Menschen gemieden wird. Ihm ganz nahe zu sein, bedeutet, Austausch im Gebet zu haben und Seinen Willen zu tun. Dann werden wir Leben empfangen. Ewiges Leben und ein erfülltes Leben. Schon hier auf dieser Erde und auch einmal im Jenseits.

 

In IHM verbunden, Euer

Heinrich Floreck

 

Krisen überwinden - Rückschläge meistern

Von Claudia Black (seelsorgerliche Beraterin, LOGOS-Vorstand)

 

Menschen. Wir alle werden mindestens für einen Augenblick hilflos. Ungerechtigkeit, Krankheit,  Verletzungen, Verrat tun seelisch weh. Aber während der Schmerz bei den einen wieder verschwindet, hält er bei den anderen an, bohrt, frisst sich fest und verhärtet sich zu Wut. Wo liegt der Unterschied und wie kann ich Rückschläge meistern und womöglich sogar noch gestärkt aus Krisen hervorgehen? Hilfreich ist zunächst, sich die Frage zu stellen, ob die Situation, die mich in die Krise geführt hat, änderbar ist oder nicht. Eine Krise kann Gott zulassen, damit wir innehalten. Dies führt häufig zu einer Richtungsänderung im Leben, indem wir darüber nachdenken sollten, Dinge loszulassen, die wir gerne festhalten wollen. Zum Beispiel ungute Beziehungen oder den Arbeitsplatz, sogar Gemeindedienste. 

Habe den Mut, Dinge im Leben loszulassen, und sie wie ein „Isaak“ Gott neu auf den Altar zu legen (lies dazu 1. Mose 22). Wenn die Situation nicht änderbar ist, dann höre auf, dich innerlich zu wehren und „warum“ zu fragen, wenn dies zu nichts weiterem führt. Vertraue Gott, der die Situation zugelassen hat und verheißen hat, wenn du ihn liebst, dass sie Dir zum Besten dienen wird (Römer 8,28). Negative Lernerfahrungen führen zu falschen Schlussfolgerungen. Es ist eine große Herausforderung, Gott in einer Krise zu vertrauen. Im Weg stehen uns negative Erfahrungen, die wir in ähnlichen Situationen in der Vergangenheit gemacht haben oder sie bei anderen Personen gesehen oder von ihnen gehört haben. Daraus ziehen wir oft eine Schlussfolgerung. Es ist wichtig, diese „Lernerfahrung“ Gott neu hinzugeben.

 

Die negative Erwartungshaltung aufzugeben. Das funktioniert, indem man wie ein Kind die Dinge neu betrachtet. Versuche, die Situation so zu sehen, als hättest Du sie noch nie erlebt. „Wenn ihr nicht werdet, wie die Kinder ...“, sagt Jesus in Matthäus 18, 3, „werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.“ Kinder zweifeln nicht an dem, was ihnen gesagt wird. Sie haben einen starken Glauben. Genauso sollen wir Gott und seinem Wort wie auch seinen Verheißungen Glauben schenken. Viele Menschen wollen uns viele Ratschläge in Krisen geben. Lass zuerst Gott Dein Ratgeber sein. Im Gegensatz zu Menschen, die Gott nicht kennen, haben wir eine göttliche, übernatürliche Quelle, die uns Hilfe schenkt zur rechten Zeit (Hebräer 4, 16). Wir sollen uns dieser Quelle zuwenden in jeder Krise und es nicht dieser Welt gleichmachen, die ohne Gott ist. Wie machen wir das? Indem wir unser Denken erneuern lassen (Römer 12,2). 

 

Jede Krise geht mit negativen Gedanken einher. Durchbrich diese Gedanken, indem Du sie dem Gehorsam Jesu Christi unterstellst (2. Kor. 10,5) und ihn bittest, Deine Gedanken zu erneuern. Achte bei Deinen Gedanken auf übertriebene Verallgemeinerungen und Katastrophisieren, zu denen man in einer Krise neigt.

Schlussendlich ist Vergebung einer der wichtigsten Faktoren, um eine Krise hinter sich zu lassen. Sie ist der Schlüssel, um aus dem Gefängnis der Hoffnungslosigkeit zu entkommen. Solltest Du in einer Krise sein, die länger anhält und aus der Du nicht alleine rauskommst, nimm Kontakt zu einem Seelsorger, Therapeuten oder Arzt auf. Gott schickt Dir Hilfe zur rechten Zeit auf individuelle Weise.

 

Herzlichst, Eure Claudia Black  

 

  

Versteht ihr noch nicht?

Die Bedeutung von Jüngerschaft

Von Heinrich Floreck, Missionsleiter von LOGOS 

 

Jesus Christus sprach: „Versteht ihr noch nicht und begreift ihr immer noch nicht?“  Markus 8,17

In diesem Jahr feiere ich meinen 40-jährigen Dienst in der von Gott berufenen Tätigkeit für das Reich Gottes. Der Dienst in der Seelsorge hat dabei einen großen Schwerpunkt und ich durfte erleben, wie zahlreiche Menschen frei wurden von Lasten der Vergangenheit, von Bindungen und verschiedenen Nöten. Leider musste ich feststellen, dass eine gewisse Anzahl von Christen nach der befreienden Seelsorge wieder in alte Verhaltensmuster zurückgekehrt sind. Und zwar dann, wenn sie aufgehört haben, geistlich zu kämpfen. Doch ohne den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen, können wir in dieser Welt nicht  bestehen, denn der Feind schläft nicht, sondern geht umher wie ein brüllender Löwe und ist jederzeit bereit, zuzuschlagen (nach 1. Petrus 5,8).                  

Auch Jesus musste seine Jünger ermahnen, die Alltagssituationen geistlich zu betrachten, als er zu ihnen sagte: „... ihr habt Augen und seht nicht, Ohren und hört nicht“. Es ging um folgende Situation: Jesus speiste 5000 Männer (und an anderer Stelle nochmal 4000 Männer plus Frauen und Kinder, siehe Markus 6,44 und Matthäus 15,38). Nun fuhr Jesus mit seinen Jüngern in einem Boot und stellten deren Besorgnis fest, dass sie nur ein Brot bei sich hatten. Jesus merkte, dass sich die Jünger deshalb Gedanken darüber machten und weist sie zurecht: „Was macht ihr euch Gedanken darüber, dass ihr kein Brot habt? Versteht ihr noch nicht und begreift ihr noch nicht? Habt ihr euer Herz verhärtet? ... Und ihr denkt nicht daran, als ich die fünf Brote brach für die Fünftausend, wie viel Körbe voll Brocken habt ihr aufgehoben? Sie sprachen zu ihm: Zwölf! Und Jesus sprach „Warum seid ihr so unverständig?“ (Markus 8,17 – 21). Auch wir müssen uns fragen, in welchen Lebensbereichen wir immer noch so leben, als ob es Gott nicht gebe. Die Gefahr besteht, dass unsere Herzen verhärtet werden. Es gibt einen Unterschied zwischen Glaubenden und Jüngern. Menschen, die an Gott glauben, folgen ihm nicht unbedingt nach. Auch die Dämonen glauben an Gott (Jak. 2, 19).

  

Doch ein Jünger zu sein, bedeutet, sich in der unmittelbaren Nähe von Jesus aufzuhalten, ihm zu folgen, zu gehorchen, Dinge umsetzen und sich zu verändern. Wer Jesus ernsthaft nachfolgt, dem kostet es etwas. Nämlich, die eigenen Vorstellungen des Lebens. Jünger Jesu setzen Prioritäten für das Reich Gottes. Sie geben Jesus das Recht, in jedem Bereich des Lebens reinzusprechen (Finanzen, Beziehungen, Sexualität, Beruf, Hobbies, ja auch geistliche Dienste). Entscheide Dich heute ganz neu, Jesus in einer Radikalität  nachzufolgen, die dazu führt, dass unsere geistlichen Augen und Ohren geöffnet werden. Die dazu führt, dass wir die Wunder, die Gott in unserem Leben getan hat, nicht vergessen und jederzeit mit Seinem erneuten Eingreifen und den Segnungen vom Himmel rechnen können. Dann wird der Herr Dein Herz weich machen und Du wirst Dinge erkennen, die Du nie zuvor erkannt hast. Und ganz sicher wirst Du keinen Mangel haben. Triff die Entscheidung nicht morgen, sondern jetzt.

 

Herzlichst, Euer Heinrich Floreck

  

 

Leben im Liebesdefizit 

Von Heinrich Floreck, Missionsleiter von LOGOS 

 

Weihnachten ist das Fest der Liebe Gottes, weil Vater-Gott die Welt (uns Menschen) so sehr liebte, dass ER seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben (Johannes 3,16). So wichtig sind wir in den Gottes Augen! In meiner über 40-jährigen Missions- und Seelsorgetätigkeit habe ich weltweit zahlreiche Menschen kennengelernt, die nie wahre Liebe erfahren haben. Jeder Mensch (ob er Gott kennt oder nicht) sehnt sich nach Liebe, weil er so erschaffen wurde. Wer nicht mit dieser göttlichen Liebe erfüllt wird, lebt in einem Liebesdefizit und versucht, dieses aufzufüllen, weil er ohne Annahme, Trost und Bestätigung nicht leben kann. Ablehnung kann bereits im Mutterleib geschehen und bis im Erwachsenenalter psychische Störungen hervorbringen.

 

Versagen durch Autoritätspersonen wie Eltern, Lehrer, Erzieher und falsche Freunde können zu einem Liebesmangel führen, der lebenslange negative Auswirkungen haben kann. Dies wirkt sich in Beziehungen zu anderen, vor allem sehr nahe stehenden Menschen, aus. Hier helfen auch keine Medikamente. Die Botschaft des Nicht-Geliebtseins kann unterschiedlich ausfallen. Aber sie führt häufig zu einem seelischen Pendelschwung: von innerem Schmerz des Nicht-Geliebtseins hin zum falschen Trost durch jegliche Art Ersatzliebe wie sexueller Sünde, Flucht in eine virtuelle Welt, Alkohol- und Drogensucht, Affären und vieles mehr. Es ist nicht falsch, Begehren zu haben. Die Frage stellt sich nur: Darf ich oder muss ich dies oder jenes tun. Wie reagierst Du, wenn Du Ablehnung spürst? Durch Flucht davor, sich den Konflikten zu stellen, kann der Mensch nicht wachsen und reif werden. Millionen Ehen sind an Liebesmangel zerbrochen. Vater-Mutter-Kind-Beziehungen sind dadurch bleibend gestört.

 In Südosteuropa habe ich in einer Gemeinde ein Seelsorgeseminar durchgeführt. Eine junge Mutter von vier Kindern, die sie von vier verschiedenen Männern hat, bat mich um Hilfe. Ihren Vater kannte sie nicht. Als sie vier Jahre alt war, sagte ihre Mutter zu ihr: „Nun bist du alt genug zu verstehen. Ich liebe dich nicht, du solltest nie geboren werden. Jetzt weißt du es!“ Das trieb die junge Frau in die Arme der Männer, die ihr die „wahre Liebe“ versprachen. Gott schenkte Befreiung, nachdem sie ihrer Mutter vergeben hat und er schenkte Heilung und hat Seine Liebe ganz neu in das Herz dieser Frau ausgegossen. Heute ist sie mit einem Pastor verheiratet und ist ihm eine treue Gehilfin in der Gemeinde.

 

Wenn wir es dem Herrn erlauben, beleuchtet er unsere eigene Liebesgeschichte, lässt den Schmerz durch Ablehnung neu zu, durchbricht Mauern, hinter denen wir uns verschanzen und heilt und befreit uns von Festlegungen, die wir aufgrund der Ablehnung eingegangen sind. Festlegungen wie „Ich werde nie wieder richtig lieben können“, „Ich vertraue der Liebe nicht“, „Ich glaube nicht, dass die Liebe ewig bleibt“.

 

Gottes Liebe ist unvergänglich und hört nie auf. Sie wird überschwänglich über uns ausgegossen (vgl. Jer. 31,3 und 1. Joh., 3,1).  Gott liebt Dich! Nimm diese Liebe für Dich persönlich an – und Du wirst ein befreites und glückliches Leben führen.

 

Herzlichst, Euer Heinrich Floreck 

  

 

Liebe stoppt die Furcht

von Daniel Ondieki, Seelsorger und Zweigstellenleiter von LOGOS in Bonn

 

Als ich aufwuchs, war ich voller Furcht. Ich fürchtete mich vor meinem Vater, da er uns bestrafte, wann immer wir einen Fehler machten. Es war so schlimm, dass ich mir wünschte, dass mein Vater auf eine lange Reise gehen würde, damit ich Ruhe vor ihm haben könnte. Mein Vater hatte eine Hausregel, und wenn gegen sie verstoßen wurde, machten wir uns auf eine heftige Strafe gefasst. Die Regel lautete: „Alles musste zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.“ Das war eine gute Regel, aber als Teenager war es mir zu schwer, alles einzuhalten. Jetzt jedoch schätze ich diese Regel. Später realisierte mein Vater, dass wir uns vor ihm fürchteten und Angst hatten,  und dass wir nicht in seiner Nähe sein wollten. Er veränderte sich und begann, uns mit Liebe und Weisheit zu erziehen. In diesem Moment änderte sich vieles. Mein Vater und ich wurden beste Freunde, bis zu seinem Tod. Durch diese Erfahrung lernte ich, dass Leiterschaft durch Furcht nur Furcht hervorbringt, während Leiterschaft durch Liebe wieder Liebe hervorbringt. Liebe ist die Grundlage jeder guten Leiterschaft oder Beziehung. 

 

Furcht ist ein unangenehmes Gefühl, das durch Bedrohung, Schmerz oder Leid verursacht wird. Man fürchtet sich vor etwas, jemandem, oder einer Situation. Sie ist eine emotionale Antwort auf eine Bedrohung, die eine Veränderung des Denkens, des Herzschlags und auch des Verhaltens bewirken kann. Furcht kommt mit so vielen Fragen einher: Was wird als nächstes passieren? Was werden die Leute sagen? Was werden meine Freunde, Nachbarn über mich denken? Diese Fragen können zu Sorge, Zweifel, Entmutigung oder sogar zu Depressionen führen. In 1. Joh. 4, 18 lesen wir: „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe.“Furcht wird von viel innerlicher Qual begleitet. Viele Menschen leben ein Leben voller Qualen. Es ist nicht der Wille Gottes, dass wir von Furcht gequält werden. Die vollkommene Liebe treibt alle Furcht aus. Liebe ist mächtig und stoppt die Furcht. Die vollkommene Liebe ist die Antwort auf alle Arten von Angst, die wir erleben können. Die Kenntnis dieser Liebe bringt uns Heilung.

 

In 2 Timotheus 1;7 heißt es: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Daraus können wir schließen, dass Furcht eine geistliche Macht ist. Sie kommt nicht von Gott. Was von Gott kommt, ist die Kraft, etwas Gutes zu tun, und Liebe, um Ihn und unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst. In Jakobus 1, 16-17 lesen wir, dass alles was gut und vollkommen ist, uns von Gott geschenkt wird. Furcht ist keine gute und vollkommene Gabe. Sie schadet, quält, und sie ist schmerzhaft. Es heißt, dass etwa 90% der Weltbevölkerung sich vor etwas fürchtet. Mit welcher Furcht du auch gerade zu tun hast, vertraue Gott, dass er dich freisetzt.

In Psalm 34:5 heißt es: „Ich betete zum Herrn, und er antwortete mir und befreite mich von allen meinen Ängsten.“

 

Euer Daniel Ondieki

 


SORGE - die Schwester von Zweifel

und der Feind des Glaubens

von Heinrich Floreck


Fängt man erst einmal an, sich Sorgen zu machen, rutscht man schnell in eine Abwärtsspirale von Sorgen.  Meist kommen sie auch nicht allein, sondern scharenweise auf uns zu. Sie sind ernst zu nehmende Gegner unseres Friedens und Lebens in Christus. Ich sage das nicht leicht-fertig, denn ich habe auch damit zu kämpfen. Schlimm wird es nur, wenn wir das nicht tun: Kämpfen! Denn gerade wenn wir uns Sorgen machen, stehen wir vor einem geistlichen Kampf. Kämpfen wir nicht, haben wir schon verloren und die Sorgen begraben uns. Dabei sollte

es genau umgekehrt sein: Wir sollten über die Sorgen herrschen. Es lohnt sich also, das Sorgen machen einmal näher zu analysieren. Sorgen gehen immer einher mit Zweifel. Viele Christen lassen es zu, von Zweifel anstelle von Glauben kontrolliert zu werden. Wenn Du glaubst, es gibt ein Problem, dass für Gott zu groß wäre, um es zu lösen, dann erhebst Du Dich über Gott. Dies ist nichts anderes als Stolz. Sorge resultiert daraus, zu wenig Glauben zu haben. Denn der Glaube ist die feste Gewissheit, dass sich erfüllt, was Gott versprochen hat (Hebräer 11,1). 

 

Sorgen sind auch das Ergebnis von Befürchtungen: „Das Schreckliche, das ich befürchtet habe, ist über mich gekommen, und wovor mir graute, das hat mich getroffen“ (Hiob 3,25). In zahlreichen Seelsorgegesprächen habe ich erlebt, wie die Sorge um eine bestimmte Sache oft größer gemacht wurde, als sie wirklich war. Unsere Gefühle lassen die Dinge schnell aufbauschen. Frage Dich daher, wie realistisch diese oder jene Befürchtungen sind. Denn der Feind greift in unsere Gedanken- und Gefühlswelt ein und will uns bis zur Verzweiflung bringen. Daher ist es wichtig, dem Heiligen Geist die völlige Kontrolle über Deine Gedanken und Gefühle zu geben. In Matthäus 6, 34 heißt es: „Darum sorgt nicht für den anderen Morgen; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.“ Was Jesus damit sagt, ist: Konzentriere Dich nur auf diesen einen Tag. Gehe die Herausforderungen Stück für Stück an. Ein Tag nach dem anderen. Das meinte Gott, als er uns lehrte zu beten: „Gib uns unser tägliches Brot“. Eines ist sicher: Gott lässt uns nicht alleine mit unseren Sorgen und  Problemen. Er bietet uns seine Hilfe zur rechten Zeit an. Dazu kannst Du Hebräer 4, 16 beten. Auf Dich bezogen, heißt es dann: „Ich komme nun mit Freimütigkeit vor den Thron der Gnade und empfange Barmherzigkeit und Gnade zur rechtzeitigen Hilfe.“ Nun stärke Deinen Glauben im Gebet und sage: „Allem bin ich gewachsen durch den, der mich stark macht.“ (Philipper 4,13). In anderen Worten bedeutet das: „Liebes Problem, mein Gott ist größer als Du!“. Schließlich musst Du wissen, dass die Gunst- und Gnadenerweisungen Gottes auf unserer Seite sind. Wir Christen sind klar im Vorteil. Oft wissen wir es nicht. Oder noch viel öfter vergessen wir dies. Möge Gott Deinen Glauben stärken. 


Euer Heinrich Floreck