3-köpfige Familie entflieht der Kriegshölle

LOGOS hilft

Dienstag, 8. März 2022 – die Odysee hat ein Ende. Erleichterung und Erschöpfung. Traumatisiert kommt eine ukrainische Familie um 12.20 Uhr am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe an. Vor 8 Tagen wurde ihr kleines Haus in einem Vorort von Kiew in Schutt und Asche gebombt. Ado, Maria und die sechsjährige Anne-Maria haben dann 5 Tage lang in einem U-Bahnschacht ausgehaart, bis sie es nicht mehr aushalten konnten und über die Grenze nach Rumänien geflohen sind.

 

Haus zerbombt und Schüsse auf den Zug

Die Flucht mit dem Zug dauerte 19 Stunden und ging 1.100 Kilometer weit. Zwischendurch wurde der Zug beschossen. Dann mussten sich alle auf den Boden legen und beten, dass keine Kugel trifft. Am Tag 6 kam die Familie in Sigethu Marmatiei, der rumänischen Grenzstadt an und wurden in einem Gästehaus untergebracht. Dort traf sie auf LOGOS-Mitarbeiter und Projektleiter Matthias Floreck. Der Schock und die pure Angst war den Gesichtern der drei Flüchtenden anzusehen. Zu Beginn konnten sie nicht über das Geschehene sprechen. Doch dann hat Matthias erfahren können, dass die Familie ferne Bekannte in Berlin hat und dorthin fliehen wollten.

 

Traumatisiert und sprachlos

Diesen Weg hat LOGOS ihnen ermöglicht. Matthias brachte die drei zunächst in die nächst größere Stadt nach Cluj-Napoca.

Während der zweieinhalb stündigen Fahrt löste sich die Anspannung zum Teil. Jetzt hatten sie ein Ziel vor Augen. In Cluj-Napoka angekommen, kaufte Matthias für sie Zugtickets nach Budapest und dann weiter nach Berlin. Für seine weiteren Hilfseinsätze kehrte Matthias an den Grenzort zurück. Am späten Abend des 7. März kamen Ado, Maria und Anne-Maria in Berlin an, doch kurz vorher mussten sie erfahren, dass ihre Bekannten inzwischen unbekannt verzogen waren. Über Kontakte von LOGOS konnte schnell eine private Unterkunft organisiert werden wie auch die Weiterfahrt mit dem Zug am anderen Morgen nach Kassel.

 

Mit offenen Armen empfangen

In der Nähe der LOGOS-Zentrale in Nordhessen gab es konkrete Unterstützungsmöglichkeiten: Übersetzer, Fahrmöglichkeiten und nicht zuletzt eine warme Unterkunft mit eigener Küche und Bad, liebevoll hergerichtet von einem christlichen Ehepaar, das sie mit offenen Armen empfing. Die Flucht hat ein Ende. Der Krieg leider noch nicht.

 

Danke an alle Unterstützer, die nicht nur mit Materialien und Geld helfen, sondern auch Hoffnung auf ein Leben geben, das wieder lebenswert ist.


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